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Faktencheck: Selenskyj verliert gerade den Donbass

Faktencheck

Faktencheck: Selenskyj verliert gerade den Donbass

Geprüft am 2026-06-25 · automatische KI-Vorprüfung, per E-Mail zur Veröffentlichung freigegeben.
Hinweis: Dieser Faktencheck wurde automatisch aus einer Faketest-Vorprüfung erstellt. Quellen und Kernaussagen sollten bei wichtigen Entscheidungen anhand der Originalquellen gegengeprüft werden.

Eingereichter Ursprung

Selenskyj verliert gerade den Donbass. Hätte die Ukraine nicht seit 2014
die eigene russischstämmige Bevölkerung bombardiert und über 10.000
Menschen getötet, ich hätte fast Mitleid. FAST

Faketest-Ergebnis


Kurzfazit: 🟡/🔴 Stark irreführend mit einzelnen Tatsachenkernen. Es stimmt, dass im Donbass seit 2014 ein Krieg lief und bis Anfang 2022 nach UN-Angaben insgesamt rund 14.000 Menschen starben. Falsch bzw. grob verzerrend ist die Darstellung, die Ukraine habe „die eigene russischstämmige Bevölkerung“ einseitig bombardiert und „über 10.000 Menschen getötet“. Der Text nutzt ein bekanntes russisches Propaganda-Narrativ, um Mitleid mit der Ukraine moralisch abzuwehren.

Gesamtbewertung:

Tatsachenkern:
Es gab seit 2014 bewaffnete Kämpfe im Donbass zwischen ukrainischen Regierungstruppen und von Russland unterstützten separatistischen Kräften. Dabei starben bis Anfang 2022 nach UN/OSZE-naher Berichterstattung insgesamt etwa 14.000 Menschen – darunter ukrainische Soldaten, Kämpfer der bewaffneten Gruppen und Zivilisten. Diese Gesamtzahl ist real, wird im Text aber in eine falsche Schuldzuweisung umgedeutet.

Quellenstärke: Die automatisch gefundenen Quellen sind für Teile des Inhalts nur begrenzt geeignet. Einige aktuelle Meldungen belegen, dass Selenskyj den Donbass nicht aufgeben will; sie beweisen aber nicht, dass er ihn „gerade verliert“. Für die Opferzahlen und die Vorgeschichte wären vor allem UN-Menschenrechtsberichte, OSZE-Dokumentationen, Analysen der Bundeszentrale/Landeszentrale für politische Bildung oder seriöse Chroniken einschlägig. Die in der Suche gefundene EU-Seite zu Mythen ist als Sekundärquelle relevant, weil sie genau solche Narrative einordnet, ist aber nicht neutral im Sinne einer Primärstatistik.

Framing/Wirkung:
Der Text vermischt eine reale Kriegsgeschichte mit emotionaler Schuldumkehr. Aus „Krieg im Donbass seit 2014 mit vielen Toten“ wird „die Ukraine bombardierte ihre russischstämmige Bevölkerung“. Dadurch werden Russland und die separatistischen bewaffneten Gruppen weitgehend aus der Verantwortung herausgenommen. Die Formulierung „ich hätte fast Mitleid. FAST“ soll Empathie mit ukrainischen Opfern unterbinden und moralische Kälte als vermeintlich gerechtfertigte Konsequenz darstellen.

Was wird mit dem Leser versucht?: Der Leser soll den Eindruck bekommen, die Ukraine beziehungsweise Selenskyj habe das heutige Leid selbst verursacht und verdiene deshalb wenig Mitgefühl. Aktiviert werden Ressentiments gegen die ukrainische Führung, der Frame „Kiew tötet Russen im Donbass“ und die Vorstellung einer Vergeltungslogik. Nicht belegt ist, dass der Verfasser bewusst Propaganda betreiben will; faktisch bedient der Text aber ein seit Jahren verbreitetes prorussisches Deutungsmuster.

Kritischer Befund:
Die Aussage ist nicht einfach „falsch“, weil es Kämpfe und viele Tote im Donbass tatsächlich gab. Sie ist aber in ihrer zentralen Botschaft irreführend: Die Opferzahl wird aus dem Gesamtkontext eines bewaffneten Konflikts herausgelöst, die Toten werden pauschal der Ukraine zugeschrieben, die Rolle Russlands seit 2014 ausgeblendet und die ethnische Kategorie „russischstämmig“ unzulässig vereinfacht.

ERKANNTER INHALT

  • Wahrscheinlich gemeinter Wortlaut:

„Selenskyj verliert gerade den Donbass. Hätte die Ukraine nicht seit 2014 die eigene russischstämmige Bevölkerung bombardiert und über 10.000 Menschen getötet, ich hätte fast Mitleid. FAST“

  • Der Text ist doppelt wiedergegeben. Es gibt keine erkennbaren OCR-Probleme.

FAKTENCHECK NACH AUSSAGEN

Aussage: „Selenskyj verliert gerade den Donbass.“

Bewertung: 🟡 teilweise / ⚪ zeitabhängig nicht abschließend prüfbar

Warum:
Der Donbass ist seit 2014 teilweise und seit der russischen Vollinvasion 2022 in größeren Teilen von Russland beziehungsweise russisch kontrollierten Kräften besetzt. Dass Russland dort militärisch Druck ausübt und Gebiete kontrolliert, ist belegt. Die Formulierung „verliert gerade den Donbass“ ist aber eine pauschale aktuelle Lagebehauptung. Sie hängt vom genauen Zeitpunkt, Frontverlauf und der Definition von „Donbass“ ab. Aus den automatisch gefundenen Quellen geht vor allem hervor, dass Selenskyj erklärt, die Ukraine werde den Donbass nicht aufgeben. Das belegt eher die politische Haltung, nicht den vollständigen Verlust.

Quellenbezug:

  • [2] SWI swissinfo, [5] Nau.ch, [8] Bluewin: Sekundär-/Agenturmeldungen zur Aussage Selenskyjs, den Donbass nicht aufzugeben. Brauchbar als Kontext, aber kein militärischer Lagebeleg.
  • [6] Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: Sekundärquelle/Chronik zum Ukraine-Konflikt, nützlich für Hintergrund, aber aus dem vorliegenden Auszug nicht ausreichend für eine aktuelle Frontbewertung.
  • [3] EU-Vertretung: Sekundärquelle zur Einordnung von Narrativen, nicht als militärische Lagekarte geeignet.

Einordnung:
Die Aussage nutzt ein Niederlagen-Framing: Nicht „Russland besetzt Teile des Donbass“, sondern „Selenskyj verliert“. Dadurch wird Verantwortung sprachlich auf den ukrainischen Präsidenten verschoben. Faktisch müsste man zwischen militärischen Gebietsverlusten, russischer Besatzung, ukrainischer Verteidigung und politischer Anerkennung unterscheiden.

Aussage: „Die Ukraine hat seit 2014 die eigene russischstämmige Bevölkerung bombardiert.“

Bewertung: 🔴 falsch in der pauschalen Form / 🟡 mit realem Konfliktkern

Warum:
Seit 2014 gab es im Donbass Kämpfe zwischen ukrainischen Streitkräften und bewaffneten separatistischen Kräften, die politisch, militärisch und materiell von Russland unterstützt wurden. Dabei wurden auch Wohngebiete beschossen, und es gab zivile Opfer auf beiden Seiten der Front. Daraus folgt aber nicht, dass „die Ukraine“ gezielt „die eigene russischstämmige Bevölkerung“ bombardiert habe. Der Satz lässt die bewaffneten separatistischen Akteure, russische Unterstützung und die militärische Gegenseite praktisch verschwinden.

Auch die Bezeichnung „russischstämmige Bevölkerung“ ist problematisch. Viele Menschen im Donbass sprechen Russisch oder haben kulturelle Bindungen an Russland; daraus folgt aber nicht automatisch eine einheitliche ethnische Gruppe, politische Loyalität oder ein Freibrief für die Behauptung, sie seien als Gruppe von der Ukraine angegriffen worden. Die Kämpfe richteten sich offiziell gegen bewaffnete separatistische Kräfte, nicht gegen „Russischstämmige“ als Bevölkerungskategorie. Ob es einzelne ukrainische Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht gab, ist eine andere Frage und ersetzt nicht die pauschale Kollektivbehauptung.

Quellenbezug:

  • [6] LPB-Chronik: brauchbare Sekundärquelle zum Konfliktverlauf seit 2013/2014.
  • [3] EU-Vertretung: ordnet die Behauptung ähnlicher Narrative als Desinformation/Propaganda ein; als Einordnung brauchbar, aber politisch-institutionelle Quelle.
  • Für eine harte Prüfung wären UN-Menschenrechtsberichte und OSZE-Berichte zentral; sie sind in der automatischen Quellenliste nicht direkt enthalten.

Einordnung:
Die Aussage ist ein typisches Schuldumkehr-Narrativ: Aus einem internationalenisierten bewaffneten Konflikt wird eine einseitige Erzählung von „Kiew gegen russischstämmige Zivilisten“. Das soll moralisch rechtfertigen, warum man mit der Ukraine kein Mitleid haben müsse. Die Rolle Russlands im Anheizen und Unterstützen des Konflikts seit 2014 wird ausgeblendet.

Aussage: „Die Ukraine hat seit 2014 über 10.000 Menschen getötet.“

Bewertung: 🔴 falsch als Schuldzuweisung / 🟡 teilweise, wenn nur gemeint ist: Im Donbasskrieg starben insgesamt über 10.000 Menschen

Warum:
Die Zahl „über 10.000“ knüpft wahrscheinlich an die häufig genannte UN-Größenordnung von rund 14.000 Todesopfern im Donbasskrieg von 2014 bis Anfang 2022 an. Diese Zahl umfasst aber nicht „von der Ukraine getötete Menschen“, sondern alle konfliktbedingten Todesopfer: ukrainische Militärangehörige, Mitglieder bewaffneter Gruppen und Zivilisten. Ein erheblicher Teil waren Kombattanten beider Seiten. Die zivile Opferzahl bis Anfang 2022 lag deutlich niedriger als 10.000, nämlich im Bereich einiger Tausend. Zudem lassen sich zivile Todesfälle nicht pauschal nur einer Seite zuschreiben.

Die Formulierung macht aus einer Gesamtzahl des Krieges eine Anklage gegen eine einzige Konfliktpartei. Das ist eine zentrale Verzerrung.

Quellenbezug:

  • In der automatisch gefundenen Liste fehlt eine direkte UN-Primärquelle zu den Opferzahlen. Für diese Aussage wären UN OHCHR-Berichte die maßgebliche Primär-/Originalquelle.
  • [6] LPB-Chronik kann als Kontextquelle dienen, ersetzt aber keine genaue Opferstatistik.
  • [3] EU-Vertretung ist als Quelle zur Einordnung des Narrativs brauchbar, aber nicht die beste Quelle für die genaue Zahlenprüfung.

Einordnung:
Die Zahl wirkt besonders stark, weil sie groß und moralisch eindeutig erscheint. Sie verschiebt die Wahrnehmung: Der Leser soll nicht mehr fragen, wer 2014 den Konflikt begann, welche Rolle Russland spielte, wie viele Tote Kombattanten waren und welche Seite wann wofür verantwortlich war. Stattdessen bleibt die einfache Botschaft: „Ukraine hat 10.000+ Menschen getötet.“ Genau diese Vereinfachung ist faktisch nicht belastbar.

Aussage: „Ich hätte fast Mitleid. FAST.“

Bewertung: ⚪ Meinung/Wertung, nicht als Tatsachenbehauptung prüfbar

Warum:
Das ist eine emotionale Bewertung, keine überprüfbare Tatsachenbehauptung. Sie baut aber auf den vorherigen, irreführenden Tatsachenbehauptungen auf. Der Satz signalisiert: Wegen angeblicher früherer Schuld der Ukraine sei heutiges Leid weniger mitleidswürdig.

Quellenbezug:
Keine Quelle erforderlich, da es sich um eine Meinung handelt. Prüfrelevant ist nur, ob die begründenden Tatsachenbehauptungen stimmen.

Einordnung:
Die Formulierung soll Empathie blockieren und moralische Distanz erzeugen. Sie verstärkt eine Vergeltungslogik: Weil „die Ukraine“ angeblich zuvor „Russischstämmige“ getötet habe, sei ihr aktueller Verlust weniger tragisch. Das ist ein emotionales Framing, keine nüchterne Analyse.

QUELLENLAGE

  1. [1] Wolodymyr Selenskyj – Wikipedia
    Nachdem Selenskyj im Frühjahr 2019 den ersten Wahlgang und die Stichwahl der Präsidentschaftswahl in der Ukraine mit etwa 73 …
  2. [2] Selenskyj: Werden Donbass nicht aufgeben – SWI swissinfo.ch
    Die Ukraine wird nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht auf den von Russland besetzten und kontrollierten Osten des Landes verzichten. Man könne und werde den Donbass nicht…
  3. [3] 13 Mythen über den Krieg Russlands in der Ukraine
    Zum anderen wurde aus der Gruppe „die Ukraine ist böse/nationalsozialistisch“ zwei Narrative ausgegliedert, laut denen die Ukraine den Krieg verliert und nicht …
  4. [4] Geschichtsstreit mit Polen: Selenskyj nimmt nicht an …
    Vor einem Tag · Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist nicht zu einer Wiederaufbaukonferenz nach Danzig. …
  5. [5] Selenskyj: Werden Donbass nicht aufgeben – Nau.ch
    Die Ukraine wird nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht auf den von Russland besetzten und kontrollierten Osten des Landes verzichten. Man könne und werde den Donbass nicht aufgeben, betonte Selenskyj im Gespräch mit Journa

WAS FEHLT FÜR EINE HÄRTERE PRÜFUNG?

  • Direkte UN/OHCHR-Berichte zu den Todesopfern im Donbass von 2014 bis Anfang 2022, getrennt nach Zivilisten, ukrainischen Soldaten und Mitgliedern bewaffneter Gruppen.
  • OSZE-SMM-Berichte oder andere dokumentierte Vorfallberichte zu Beschussereignissen, inklusive Ort, Zeitpunkt, Richtung des Feuers und verantwortlicher Seite.
  • Eine aktuelle, datierte militärische Lageanalyse zum Donbass, etwa von anerkannten Konfliktbeobachtern, um die Aussage „verliert gerade den Donbass“ zeitgenau zu prüfen.
  • Belege dafür, dass ukrainische Stellen „russischstämmige Bevölkerung“ als solche gezielt angegriffen hätten. Solche Belege werden im Text nicht geliefert; die pauschale Behauptung ist mit der bekannten Quellenlage nicht belastbar.
  • Klare Definitionen: Was genau ist mit „Donbass“ gemeint – die Oblaste Donezk und Luhansk vollständig, nur besetzte Gebiete, Frontabschnitte oder politische Kontrolle? Ohne diese Definition bleibt die erste Aussage unscharf.

Hinweis: Dies ist eine automatische KI-Vorpruefung und kann Fehler enthalten. Bitte wichtige Ergebnisse anhand der Quellen selbst gegenpruefen.