AfD im Netz

Recherche, Quellen und Dokumentation zur AfD

Methodik

Methodik der AfD-Recherche

Diese Seite erklärt, wie AfD im Netz Themen auswählt, Quellen prüft, Aussagen abgrenzt und Korrekturen behandelt. Ein verlinkter Beleg dokumentiert zunächst eine Aussage, Entscheidung oder Selbstdarstellung; er ist nicht automatisch eine Zustimmung oder abschließende Bewertung.

Zwei getrennte Veröffentlichungswege

Kuratierte Recherche-Seiten

Recherche-Hubs, Datenseiten, Erklärungen und eigene Analysen werden thematisch aufgebaut. Sie führen möglichst direkt zu amtlichen Dokumenten, Gerichtsentscheidungen, parlamentarischen Vorgängen, Wahl- und Behördendaten oder klar bezeichneten Parteiquellen.

Automatisierte externe Quellenmeldungen

Beiträge fremder Medienanbieter können über definierte Suchkampagnen automatisiert erfasst und nach technischen Kriterien veröffentlicht, als Entwurf zurückgehalten oder verworfen werden. Solche Meldungen werden als externe Inhalte gekennzeichnet und sind keine eigene Analyse.

Die beiden Wege sind nicht gleichzusetzen: Die Aufnahme einer externen Meldung bedeutet weder eine redaktionelle Faktenprüfung des gesamten Fremdbeitrags noch Zustimmung zu dessen Aussagen.

So entstehen kuratierte Recherche-Seiten

1. Frage und Umfang festlegen

Thema, Zeitraum, politische Ebene und gewünschter Daten- oder Verfahrensstand werden benannt. So bleibt erkennbar, was die Seite abdeckt und was nicht.

2. Passende Originalquelle suchen

Entscheidend ist die zuständige Stelle: etwa Wahlorgan, Parlament, Gericht, Behörde, EU-Institution oder die Partei für ihre eigenen Programme und Erklärungen.

3. Aussage und Beleg abgrenzen

Geprüft werden Urheber, Datum, Dokumenttyp, Aktenzeichen oder Dokumentnummer und Verfahrensstand. Der Text soll nicht mehr behaupten, als die Quelle tatsächlich belegt.

4. Nachprüfung ermöglichen

Original-URLs, Datenstände und notwendige Einschränkungen werden sichtbar gemacht. Bei veränderlichen Vorgängen werden spätere Entscheidungen oder Ergebnisse als neuer Stand behandelt.

Wie Quellen eingeordnet werden

  • Amtliche, gerichtliche und parlamentarische Quellen belegen Entscheidungen, Ergebnisse, Dokumente oder Verfahrensstände der jeweils zuständigen Institution. Auch hier müssen Zuständigkeit, Datum und Dokumentstand passen; eine Pressemitteilung ersetzt nicht in jedem Fall den Volltext.
  • Parteiquellen belegen Programme, Beschlüsse und Selbstdarstellungen der AfD oder ihrer Gliederungen. Sie sind dafür Primärquellen, bestätigen eigene politische oder tatsächliche Behauptungen aber nicht unabhängig.
  • Medienberichte und andere Sekundärquellen können aktuelle Vorgänge erschließen, Kontext liefern oder auf Dokumente hinweisen. Wo eine belastbare Originalquelle verfügbar ist, wird diese für die Kernaussage bevorzugt.
  • Umfragen und Aggregatoren dokumentieren Erhebungen, Modelle oder zusammengeführte Daten. Eine Umfrage ist kein Wahlergebnis; Trend, Projektion und amtlicher Endstand werden getrennt bezeichnet.

Es gibt keine starre Rangfolge für jede Frage. Maßgeblich ist, ob eine Quelle für die konkrete Aussage zuständig, aktuell, identifizierbar und nachprüfbar ist.

Automatisierung und KI

Die technische Veröffentlichungsschranke für externe Quellenmeldungen prüft unter anderem Textumfang, Dublettensignale, Quell-URL, freigegebene Kampagnen und Quellhosts sowie eine regelbasierte thematische Relevanz. Je nach Ergebnis wird ein Beitrag veröffentlicht, als Entwurf zurückgehalten oder verworfen.

Diese Filter sind Qualitäts- und Relevanzkontrollen, aber kein Faktencheck und kein Freigabesiegel für sämtliche Aussagen des Fremdbeitrags. Die Originalquelle und die Kennzeichnung als externe Meldung bleiben deshalb wesentlich.

Automatisierte und KI-gestützte Hilfsmittel können bei Rechercheplanung, Strukturierung, Entwürfen, Metadaten und technischen Prüfungen unterstützen. Sie ersetzen keine wichtige Originalquelle und keine verantwortliche Veröffentlichungs-, Einordnungs- oder Korrekturentscheidung. Diese Verantwortung bleibt bei Christian Heidingsfelder als Betreiber.

Was diese Methodik nicht leistet

  • Die Auswahl ist eine redaktionelle Entscheidung und kein Anspruch auf vollständige Erfassung aller AfD-bezogenen Vorgänge oder Positionen.
  • Quellenorientierung beseitigt nicht jede Unsicherheit. Laufende Verfahren, vorläufige Ergebnisse und widersprüchliche Angaben müssen als solche offenbleiben.
  • Links, Dokumentstände und Daten können sich nach der letzten Prüfung ändern. Ein sichtbarer Stand bezeichnet den Prüfzeitpunkt, keine dauerhafte Aktualitätsgarantie.
  • Fehlerfreiheit, Perspektivfreiheit oder politische Neutralität können nicht garantiert werden. Auswahl, Gewichtung und Einordnung bleiben nachvollziehbar zu begründende Entscheidungen.
  • Rechtliche Erläuterungen dienen der Recherche und sind keine Rechtsberatung oder amtliche Auskunft.

Korrekturen und eigene Nachprüfung

Fehler, veraltete Angaben, missverständliche Formulierungen und defekte Links können über die Kontaktseite gemeldet werden. Korrekturen, Aktualisierungen, Linkreparaturen und redaktionelle Präzisierungen werden nach ihrer jeweiligen Art behandelt; ein vollständiges öffentliches Änderungsarchiv aller Seitenbearbeitungen wird derzeit nicht geführt.