Gründung der AfD
Die Partei wird offiziell gegründet. Davon zu unterscheiden ist der Gründungsparteitag am 13. April 2013 in Berlin.
bpb: Etappen der Parteigeschichte institutionelle Sekundärquelle
Recherche, Quellen und Dokumentation zur AfD
Belegte Zeitleiste · 2013 bis 2026 · Stand: 18. Juli 2026
Diese Chronologie ordnet zentrale Stationen der Alternative für Deutschland (AfD) seit ihrer Gründung zeitlich ein. Jeder Eintrag führt unmittelbar zu einer amtlichen Wahlquelle, einem Gerichts- oder Behördenbeleg, einem offiziellen Parteidokument oder – bei der frühen Parteigeschichte – zu einer klar gekennzeichneten institutionellen Sekundärquelle.
Die Partei wird offiziell gegründet. Davon zu unterscheiden ist der Gründungsparteitag am 13. April 2013 in Berlin.
bpb: Etappen der Parteigeschichte institutionelle Sekundärquelle
Die AfD erreicht 4,7 % der Zweitstimmen und erhält keine Sitze.
Bundeswahlleiterin: endgültiges Ergebnis 2013 amtliche Wahlquelle
Bei der Europawahl erhält die AfD in Deutschland 7,1 % und sieben Sitze.
Bundeswahlleiterin: endgültiges Ergebnis 2014 amtliche Wahlquelle
Bei der Landtagswahl in Sachsen erreicht die AfD 9,7 % der Listenstimmen und 14 Sitze.
Freistaat Sachsen: Landtagswahl 2014 amtliche Wahlquelle
Frauke Petry setzt sich gegen Bernd Lucke durch; Jörg Meuthen wird zum zweiten gleichberechtigten Bundessprecher gewählt. Lucke tritt anschließend aus der Partei aus.
bpb: Parteigeschichte und Essener Parteitag institutionelle Sekundärquelle · AfD Thüringen: Parteitagsbericht Parteiquelle zu Meuthens Wahl
Der Bundesparteitag in Stuttgart verabschiedet das Grundsatzprogramm der AfD.
AfD: Grundsatzprogramm Parteiquelle · Programme einordnen
Die AfD erreicht 12,6 % der Zweitstimmen und 94 Sitze.
Bundeswahlleiterin: endgültiges Ergebnis 2017 amtliche Wahlquelle · AfD im Bundestag
Mit dem Einzug in den Hessischen Landtag ist die Partei nach den vorangegangenen Wahlerfolgen in jedem Landesparlament vertreten.
Hessisches Statistisches Landesamt: Wahlen amtliche Wahlquelle · AfD in den Bundesländern
Die AfD erreicht in Deutschland 11,0 % und elf Sitze im Europäischen Parlament.
Bundeswahlleiterin: endgültiges Ergebnis 2019 amtliche Wahlquelle
Das Bundesamt für Verfassungsschutz gibt die Einstufung des innerparteilichen Personenzusammenschlusses als „erwiesen extremistische Bestrebung“ bekannt. Das OVG NRW bestätigt 2024 die Rechtmäßigkeit der damaligen Beobachtung, Hochstufung und Bekanntgabe.
OVG NRW: Urteile vom 13. Mai 2024 gerichtliche Quelle, rückblickender Beleg
Die AfD erhält ursprünglich 10,3 % der Zweitstimmen und 83 Sitze. Nach der späteren Berliner Teilwiederholung wird der bundesweite Anteil amtlich auf 10,4 % neu festgestellt; die Sitzzahl bleibt unverändert.
Bundeswahlleiterin: korrigiertes endgültiges Ergebnis amtliche Wahlquelle
Das Verwaltungsgericht weist die Klage der AfD ab und sieht ausreichende tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen. Das Urteil ist zu diesem Zeitpunkt noch berufungsfähig.
VG Köln: Urteil und Verfahrensabgrenzung gerichtliche Quelle
Die Bundestagswahl 2021 muss in 455 Berliner Wahlbezirken und den zugehörigen Briefwahlbezirken wiederholt werden.
Bundesverfassungsgericht: Urteil 2 BvC 4/23 gerichtliche Quelle
Das neu festgestellte Bundesergebnis weist für die AfD 10,4 % der Zweitstimmen und weiterhin 83 Sitze aus.
Bundeswahlleiterin: Ergebnis nach Wiederholungswahl amtliche Wahlquelle
Das Oberverwaltungsgericht weist die Berufungen von AfD und damaliger Jugendorganisation ab. Es betont zugleich: Ein begründeter Verdacht ist nicht gleichbedeutend mit einer erwiesen extremistischen Bestrebung.
OVG NRW: drei Berufungsurteile gerichtliche Quelle
Die AfD erzielt ihr bis dahin stärkstes bundesweites Wahlergebnis.
Bundeswahlleiterin: endgültiges Ergebnis 2024 amtliche Wahlquelle
In Sachsen erreicht die AfD 30,6 % der Listenstimmen und 40 Sitze. In Thüringen wird sie mit 32,8 % der Landesstimmen und 32 Sitzen erstmals bei einer Landtagswahl stärkste Partei.
Sachsen: endgültiges Ergebnis · Thüringen: endgültiges Ergebnis amtliche Wahlquellen
Die AfD erreicht 29,23 % der Zweitstimmen und 30 von 88 Sitzen.
Landeswahlleitung Brandenburg: Endergebnis amtliche Wahlquelle
Der Bundesparteitag in Riesa beschließt das Wahlprogramm 2025.
AfD: Bundestagswahlprogramm 2025 Parteiquelle · Programmdokumente einordnen
Die AfD erreicht 20,8 % der Zweitstimmen und 152 von 630 Sitzen.
Bundeswahlleiterin: endgültiges Ergebnis 2025 amtliche Wahlquelle
Das BfV gibt am 2. Mai eine Hochstufung der Gesamtpartei zur „gesichert rechtsextremistischen Bestrebung“ bekannt. Die AfD klagt am 5. Mai. Am 8. Mai sagt das BfV zu, die Hochstufung bis zur gerichtlichen Eilentscheidung auszusetzen und nicht öffentlich zu verwenden.
VG Köln: Stillhaltezusage gerichtliche Verfahrensquelle
Das Bundesverwaltungsgericht weist in drei Beschlüssen die Beschwerden gegen die Nichtzulassung der Revision zurück. Damit werden die OVG-Urteile zur AfD als Verdachtsfall, zur damaligen Jugendorganisation und zum ehemaligen „Flügel“ rechtskräftig. Dies entscheidet nicht über die separate Hochstufung von 2025.
Bundesverwaltungsgericht: Beschlüsse 6 B 21.24, 6 B 22.24 und 6 B 23.24 höchstrichterliche Quelle; Pressemitteilung vom 22. Juli 2025
Der Bundesgerichtshof verwirft in zwei Beschlüssen die Revisionen des Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzenden. Damit sind zwei Geldstrafen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen rechtskräftig. Die Verfahren betreffen die Verwendung beziehungsweise die vom Publikum vervollständigte Verwendung der SA-Parole „Alles für Deutschland“ in Merseburg 2021 und Gera 2023. Die Entscheidungen sind keine allgemeine gerichtliche Einstufung Höckes oder der AfD.
BGH: Pressemitteilung 168/2025 amtliche Zusammenfassung vom 11. September 2025 · 3 StR 484/24 · 3 StR 519/24 amtliche Beschlüsse
Bis zum Abschluss des erstinstanzlichen Hauptsacheverfahrens darf das BfV die Gesamtpartei nicht als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstufen, behandeln oder öffentlich so bezeichnen. Der starke Verdacht und die rechtskräftige Verdachtsfalleinstufung bleiben davon unberührt.
VG Köln: Eilbeschluss 13 L 1109/25 vorläufige gerichtliche Entscheidung
Der Bericht behandelt die AfD unter Bezug auf den rechtskräftig bestätigten Status als Verdachtsfall. Der Bericht ist eine Behördenbewertung, kein Gerichtsurteil.
BfV: Publikation des Verfassungsschutzberichts 2025 · BfV: Berichtsteil mit AfD-Status Behördenquellen