AfD im Netz

Recherche, Quellen und Dokumentation zur AfD

Faktencheck: Was steckt hinter dem 97-Prozent-Konsens zum Klimawandel?

Faktencheck

Faktencheck: Was steckt hinter dem 97-Prozent-Konsens zum Klimawandel?

Geprüft am 2026-06-03 · automatische KI-Vorprüfung, redaktionell für die Veröffentlichung ausgewählt.
Hinweis: Dieser Faktencheck wurde aus einer automatischen Faketest-Vorprüfung erstellt. Quellen und Kernaussagen sollten bei wichtigen Entscheidungen anhand der Originalquellen gegengeprüft werden.

Eingereichter Ursprung

Eingereichter Text und Link:

Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von
menschengemachtem Klimawandel aus
https://nius.de/articles/72b871fe-ab05-401b-a8a2-1ad8aedaaa99
Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von
menschengemachtem Klimawandel aus
https://nius.de/articles/72b871fe-ab05-401b-a8a2-1ad8aedaaa99

Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von
menschengemachtem Klimawandel aus

Kurzfazit: 🟡 Die Kernaussage des NIUS-Beitrags ist zugespitzt und in Teilen irreführend. Richtig ist: Die bekannte Cook-Studie von 2013 bezog die 97,1 Prozent auf jene untersuchten Abstracts, die überhaupt eine Position zum menschengemachten Klimawandel erkennen ließen, nicht auf alle 11.944 Abstracts. Falsch bzw. unbelegt ist aber die Schlussfolgerung, die breite wissenschaftliche Übereinstimmung zum menschengemachten Klimawandel sei eine „Klima-Lüge“ oder „Mär“. Mehrere unabhängige wissenschaftliche Übersichten und der IPCC bestätigen einen sehr breiten Konsens, dass der Mensch die aktuelle Erwärmung verursacht.

Gesamtbewertung:

Tatsachenkern: Korrekt ist, dass die bekannte 97-Prozent-Zahl methodisch oft verkürzt wiedergegeben wird: Sie bezieht sich bei Cook et al. auf Abstracts mit erkennbarer Position, nicht auf alle geprüften Abstracts.
Framing/Wirkung: Der Beitrag nutzt diesen methodischen Punkt, um den Eindruck zu erzeugen, der gesamte wissenschaftliche Klimakonsens sei eine Täuschung. Das soll Zweifel an Klimaforschung und Klimapolitik säen, obwohl der breitere Konsens durch viele weitere Studien und den IPCC nicht an dieser einen Zahl hängt.
Absicht: Der Verfasser will offenbar aus einer echten Differenzierung eine Generalabrechnung machen: Aus „eine bekannte Zahl wird oft vereinfacht dargestellt“ wird „Klima-Lüge“.
Kritischer Befund: Der Text trifft einen wunden Punkt in der Kommunikation, überzieht daraus aber massiv. Er informiert nicht sauber über Studienlage, sondern nutzt einen Detailstreit als Hebel gegen den gesamten menschengemachten Klimawandel.

ERKANNTER INHALT

Aus Mail/Bild/PDF wurde ungefaehr erkannt: "Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von menschengemachtem Klimawandel aus."

Wahrscheinlich gemeint:

  • Die Aussage, 97 Prozent der Wissenschaftler gingen von menschengemachtem Klimawandel aus, sei falsch oder eine „Lüge“.
  • Die Cook-Studie von 2013 werde falsch dargestellt, weil viele der untersuchten Abstracts keine ausdrückliche Position zur Ursache der Erwärmung enthielten.
  • Der wissenschaftliche Konsens zum menschengemachten Klimawandel sei übertrieben oder nicht belegt.

OCR-/Kontext-Hinweis: Keine besonderen Einschraenkungen erkannt. Der Mailinhalt besteht im Wesentlichen aus der wiederholten Überschrift und dem Link zum NIUS-Artikel.

FAKTENCHECK

Aussage: "Die 97-Prozent-These aus der Cook-Studie bezieht sich nicht auf alle 11.944 untersuchten Abstracts."

Bewertung: 🟢 korrekt

Warum: Die Cook-Studie von 2013 untersuchte 11.944 Abstracts. Laut Abstract der Studie äußerten 66,4 Prozent keine Position zum menschengemachten Klimawandel. Die Zahl 97,1 Prozent bezieht sich auf die Abstracts, die eine Position äußerten: Von diesen unterstützten 97,1 Prozent die Auffassung, dass Menschen die globale Erwärmung verursachen. Wer daraus ohne Erklärung macht, 97 Prozent aller untersuchten Abstracts hätten ausdrücklich zugestimmt, verkürzt die Studie.


Aussage: "Deshalb ist die Aussage, es gebe einen sehr breiten wissenschaftlichen Konsens zum menschengemachten Klimawandel, eine Lüge."

Bewertung: 🔴 falsch

Warum: Aus der methodischen Einschränkung der Cook-Studie folgt nicht, dass der wissenschaftliche Konsens erfunden wäre. Die Cook-Studie selbst fand unter den positionierenden Abstracts eine sehr hohe Zustimmung. Zusätzlich kommen andere Übersichtsarbeiten, wissenschaftliche Organisationen und der IPCC zu demselben Grundbefund: Der gegenwärtige Klimawandel ist überwiegend menschengemacht. Der IPCC formuliert im 6. Sachstandsbericht: Es ist eindeutig, dass menschlicher Einfluss Atmosphäre, Ozean und Land erwärmt hat.


Aussage: "97 Prozent der Wissenschaftler gehen von menschengemachtem Klimawandel aus."

Bewertung: 🟡 teilweise korrekt

Warum: Als präzise Wiedergabe der Cook-Studie ist diese Formulierung zu grob. Die Studie untersuchte zunächst Abstracts wissenschaftlicher Arbeiten, nicht direkt „alle Wissenschaftler“. Zusätzlich wurden Autorinnen und Autoren um Selbsteinschätzungen gebeten; auch dort ergab sich unter den bewertbaren bzw. positionierenden Arbeiten ein sehr hoher Zustimmungswert. Als allgemeine Kurzformel für einen sehr breiten wissenschaftlichen Konsens ist die Aussage nicht aus der Luft gegriffen, aber sie braucht Kontext: Es geht nicht um 97 Prozent aller Menschen mit irgendeinem Wissenschaftsabschluss, sondern um einschlägige Klimaforschung bzw. einschlägige Fachliteratur.


Aussage: "97 Prozent der Forscher sehen den Menschen als Hauptverursacher."

Bewertung: 🟡 teilweise korrekt

Warum: Die Cook-Studie unterscheidet zwischen verschiedenen Stufen der Zustimmung. Nicht jede zustimmende Kategorie sagt ausdrücklich „Hauptverursacher“ im engen Sinn. Viele Abstracts stützen allgemein die Aussage, dass Menschen zur globalen Erwärmung beitragen oder sie verursachen. Für die stärkere Aussage „Hauptverursacher der jüngsten Erwärmung“ ist der IPCC die bessere Quelle: Er bewertet den menschlichen Einfluss als eindeutig und als dominierenden Grund der beobachteten Erwärmung seit der Industrialisierung. Die Formulierung ist daher sachlich im heutigen Forschungsstand gut gestützt, aber nicht als exakte Kurzfassung jeder einzelnen Cook-Kategorie sauber.


Aussage: "Die bekannte 97-Prozent-Aussage sei eine 'Klima-Lüge' bzw. eine 'Mär'."

Bewertung: 🔴 falsch / nicht faktisch sauber belegt

Warum: „Lüge“ unterstellt bewusste Täuschung. Dafür liefert der vorliegende Textauszug keinen belastbaren Beleg. Es ist berechtigt, ungenaue Kurzfassungen der Cook-Studie zu kritisieren. Daraus eine „Klima-Lüge“ zu machen, ist aber eine polemische Bewertung und überzieht den Sachverhalt deutlich. Der Tatsachenkern – breite Übereinstimmung der Klimaforschung zum menschengemachten Klimawandel – bleibt durch die Kritik an einer einzelnen Prozentformel nicht widerlegt.


Aussage: "Die Botschaft vom wissenschaftlichen Konsens habe 'ganz Deutschland einer Gehirnwäsche' unterzogen."

Bewertung: ⚪ nicht faktisch pruefbar / Meinung

Warum: Das ist eine polemische Wertung, keine sauber prüfbare Tatsachenbehauptung. Prüfen lässt sich nur der enthaltene Tatsachenkern: Ob es einen wissenschaftlichen Konsens gibt. Dieser Tatsachenkern ist durch mehrere Quellen gut gestützt.

QUELLENLAGE

Brauchbare automatisch gefundene Quellen:

  • Cook et al. 2013, "Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientific literature":
  • https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024 Warum brauchbar: Primärquelle zur 97,1-Prozent-Zahl. Sie erklärt, worauf sich die Prozentzahl bezieht und wie viele Abstracts keine Position äußerten.

  • AFP Faktencheck, "Doch, es existiert ein wissenschaftlicher Konsens über den menschengemachten Klimawandel":
  • https://faktencheck.afp.com/doc.afp.com.32ZR9KE Warum brauchbar: Ordnet die Behauptung faktencheckerisch ein und verweist auf Studien und Fachquellen zum Konsens.

Eingeschraenkt brauchbar oder unbrauchbar:

WAS FEHLT FUER EINE HAERTERE PRUEFUNG?

  • Eine vollständige Prüfung des gesamten NIUS-Artikels wäre besser als nur der Textauszug, insbesondere ob er weitere Studien oder Zitate korrekt wiedergibt.
  • Für die genaue Formulierung „97 Prozent der Wissenschaftler“ bräuchte man die jeweils konkrete Quelle, die diese Formulierung verwendet, zum Beispiel den erwähnten Klimafakten-Text.
  • Für die stärkere Aussage „Hauptverursacher“ sollte man sauber zwischen Cook-Studie, IPCC-Bewertung und anderen Konsensstudien unterscheiden.
  • Für den Vorwurf „Lüge“ wäre ein Beleg nötig, dass bestimmte Akteure die Studie bewusst falsch dargestellt haben. Eine bloße ungenaue Kurzformel reicht dafür nicht.

Hinweis: Automatische KI-Vorpruefung. Kann Fehler enthalten. Quellen wurden automatisch per Websuche gefunden und sind nicht vorab als "gesichert" festgelegt.


Hinweis: Dies ist eine automatische KI-Vorpruefung und kann Fehler enthalten. Bitte wichtige Ergebnisse anhand der Quellen selbst gegenpruefen.